WETWEATHER’S Diary – 002

Wichtige Schritte im Song-Writing Prozess

Drei Wochen sind seit meinem ersten Diary Eintrag vergangen. Vieles ist inzwischen passiert und doch fehlte bis jetzt es an Zeit und Motivation einen zweiten Eintrag für meine musikalisches Tagebuch zu verfassen. Nicht nur die erratische Politik eines US-Erpresserpräsidenten Donald Trump hat mich beschäftigt, sondern auch die Tatsache, dass ich mich mitten im Imperialismus des 19. Jahrhunderts und dem Rüstungswahnsinn des Kalten Krieges wiederfinde. Noch hat das keine musikalischen Konsequenzen im Sinne von einem Song oder einer Song Idee. Aber es beschäftigt mich schon sehr.

CALIDO SONIC hat sich die letzten drei Wochen vor allem mit zwei Songs beschäftigt, deren Grundideen zwar schon ziemlich alt sind, aber noch immer nicht die nötige Reife hatten, um das Licht Welt als Pop/Rock Song zu erblicken. Beide stammen aus meiner Feder und meine beiden Kollegen von CALIDO SONIC haben sich als ausgezeichnete Geburtshelfer erweisen.

Daddy I’ve had to kill

Daddy I’ve had to kill, basiert auf einem Gedicht der großen Poetin Sylvia Plath und beschreibt ihre Bürde mit ihrem Vater. Der Song betrachtet eine mögliche Gedankenwelt und die Auseinandersetzung mit einem übernächtigen Vaterbild, aus meiner persönlichen Perspektive. Gleich vorweg, der Text hat keine autobiografischen Züge, sondern basiert ausschließlich auf dem Gedicht von Plath.

Die Komposition und das grobe Arrangement geht auf ein Jugendwerk von mir zurück und hat viel mit einem sehr rudimentären Sampleplayer von Yamaha zu tun, der damals am Beginn Ära des Samplings stand. In gemeinsamer Arbeit hat CALIDO SONIC es geschafft, aus dem Jungendwerk mit vielen Schwächen, einen monumentalen Song zu entwickeln, der die Zuhörer:innen durch seine vielen Taktwechsel  und die unkonventionellen Synthie-Sounds hoffentlich stark in den Bann ziehen wird. Noch fehlt uns ein Übergang von einem Filmscore ähnlichen C-Teil zurück in den letzten Refrain. Aber ich arbeite daran.

Taylor ≠ Tailor

Ein Song über Taylor Swift und ihren Impakt auf ihre Fanbase, betrachtet aus einer eher soziologischen und in der zweiten Strophe dann ironischen Perspektive. Das Urteil meiner Bandkollegen nach einer ersten erfolgreichen Probe des sehr komplexen Songs fällt eindeutig aus: ein Meisterwerk. Mal schauen, ob ihr, liebes Publikum, ein ähnliches Urteil fällen werden. Freu mich schon auf die Reaktionen, wird aber noch ein bisschen dauern, da sich der Refrain auch an der oberen Grenze meiner Stimme bewegt und ich das noch üben muss.

Musikalische betrachtet, versucht der Song irgendwie das „Gefilde“ Tonarten ein wenig hinter sich zu lassen und auch ein extrem hoher Gesang im Refrain gehört sicherlich nicht zum klassischen Kleid eines Popsongs, aber es ist ein Popsong mit einem Chorus, der sicherlich zum Mitsingen einlädt.

Ich finde das jetzige Ergebnis sehr spannend, habe ich doch jahrelang an der Akkordstruktur und an der Melodie gebastelt. Aber es hat offenbar eine Band wie CALIDO SONIC gebraucht, damit ein solches Ergebnis entstehen kann, das mich zufriedenstellt.

05.03.2025

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